[Rezension] Unter dem Erlmond von Michael Peinkofer

Unter dem Erlmond

Titel: Unter dem Erlmond
Autor: Michael Peinkofer
Verlag: Piper
Seiten: 496
Preis: 12,99 Euro

Schnee und Eis drohen das Land Allagain zu überziehen. Denn das Böse versucht die Welt nach langer Zeit wieder zu erobern und friert dazu das Grundmeer ein, so dass die Welt in Kälte und Finsternis zu versinken droht. Von den ersten Vorboten, blutrünstigen Erlen, aufgerüttelt machen sich der Druide Yvolar, der Jäger Alphart und der Bauer Leffel auf ihre Welt vor dem Untergang zu retten. Auf ihrer Suche nach dem magischen Horn der Sylfen, die nach dem letzten Krieg gegen das Böse aus der Welt verschwunden sind, finden sie weitere tapfere Gefährten, mit denen sie sich schließlich zu siebent zum Gipfel des Berges aufmachen, wo einstmals die große Schlacht geschlagen wurde. Doch während die Gefährten alles daran setzen das Böse aufzuhalten, droht ein Krieg zwischen den Menschen auszubrechen…

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass „Unter dem Erlmond“ von Michael Peinkofer einfach nur eine Herr-der-Ringe-Imitation ist. Vor allem die fremd klingenden Namen lassen schnell eine Parallele zu Tolkiens Werken ziehen. Doch „Unter dem Erlmond“ ist was die Handlung betrifft grundverschieden von dem bekannten Fantasyromanen.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen die unterschiedlichen Menschen, die später zu Gefährten werden sollen. Das Gewicht wird dabei nicht auf eine Person vordergründig gelegt, sondern alle Protagonisten werden gleichwertig eingeführt und während des Handlungsverlaufes bekommt der Leser mal Einsicht in die Denkweise des einen, mal in die des anderen Charakters. Ein sehr schönes Konzept, denn so ist nicht zu Beginn klar, wer denn genau das Schicksal der Welt nun entscheiden wird. Vielmehr werden die vielen verschiedenen Einzelheiten beleuchtet, die Einfluss auf die Geschichte haben. Auch wenn, gerade zu Beginn des Buches, dem Leser nicht klar ist, warum gerade dieses Geschehen wiedergegeben wird.

Genau das macht den Einstieg beim Lesen auch etwas schwer. Denn anfänglich reiht der Autor einige Kapitel aneinander, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, in denen die Personen später auch nicht noch einmal wirklich auftauchen. Doch sobald der erste Charakter vorgestellt wird und sich die Handlung schnell verdichtet, kann man das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Besonders gut ist bei „Unter den Erlmond“, dass die Handlung nicht geradlinig verläuft. Also hier muss kein „Auserwählter“ einen Ring zum „Schicksalsberg“ bringen, um das Böse zu vernichten. Vielmehr müssen die Helden sogar einige Rückschläge in Kauf nehmen. Ohne zu viel zu verraten: So müssen die Gefährten beispielweise nach einer neuen Möglichkeit suchen das Böse zu besiegen, nachdem die erste Lösung einfach einmal nichts geworden ist.

Michael Peinkofers Roman „Unter dem Erlmond“, dem ersten Band der zweibändigen Reihe Land der Mythen, ist ein Fantasyroman ganz in der Manier Tolkiens, der die Handlungsverläufe mal etwas anders präsentiert. Ein wahres Lesevergnügen für Fantasyfans und solche, die es nach der Lektüre dieses Buches bestimmt noch werden.

Die Fortsetzung von der Geschichte im Land der Mythen:
Band 2: Die Flamme der Sylfen

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