[Rezension] Harpyienblut von Daniela Ohms

Titel: Harpyienblut
Autor: Daniela Ohms
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Seiten: 432
Preis: 16,95 Euro

Lucie ist anders als andere Mädchen in ihrem Alter. Schließlich haben nicht viel 18-Jährige ein Paar Flügel, das ihnen aus dem Rücken wächst und das sie nur mäßig kontrollieren können. So hat Lucie selbst im Alltag viele Probleme ein ganz normales Leben zu führen. Doch warum sie so anders ist, das weiß sie nicht. Doch plötzlich fängt sie an sich eines Tages zu verändern. Sie kann die Stimmen verstorbener Kinder hören, wird nahezu magisch von diesen angezogen. Lucie kommt langsam mit der Hilfe ihrer Freunde ihrer wahren Herkunft und Bestimmung auf die Spur. Und dann ist da auch noch der geheimnisvolle Schmetterlingsjunge, den Lucie immer öfter sieht…

Vampire, Engel, Werwölfe und Co – die Fantasyliteratur strotz gerade so von sagenhaften Wesen. Doch keine Angst, Daniela Ohms „Harpyienblut“ ist nicht so wie diese. Es ist unglaublich berührend und außergewöhnlich erfrischend mit einer Figur aus der Mythologie, die bisher noch kaum Beachtung gefunden hat – den Harpyien.

Lucie, die Hauptperson, wünscht sich eigentlich nur normal zu sein und endlich zu erfahren, warum sie im Gegensatz zu allen anderen Menschen Flügel hat. Deshalb fällt es ihr auch sehr schwer zu akzeptieren, dass sie eben nicht normal ist, besonders dann, als sie anfängt sich zu verändern und Dinge zu sehen, die ihre Freunde nicht sehen können. Besonders schwer wird es für sie ihrer Aufgabe zu folgen und dabei aber nicht ihre Menschlichkeit zu verlieren. Hilfe kommt dabei aus einer überraschenden Richtung.

Zu Beginn ist die gesamte Geschichte etwas rasant. Es fällt schwer erst einmal in die Geschichte hineinzufinden, da Lucie sich schon zu Beginn bereits beginnt zu verändern. Vieles, was davor geschehen ist, wird nebenbei erklärt, was erst nach und nach mehr Klarheit in die Handlung bringt. Dafür hat die Autorin den Hintergrund (also die ganze Welt zu der Lucie gehört) sehr gut durchdacht. Viele Fragen, die man sich beim Lesen zur Gestalt der Harpyien stellt, werden geklärt, ohne dabei die Handlung stocken zu lassen.

„Harpyienblut“ ist ein erfrischender neuer Fantasyroman mit sympathischen Charakteren und einer gut durchdachten Geschichte. Für alle Fantasyliebhaber unbedingt zu empfehlen.

Advertisements

2 Gedanken zu “[Rezension] Harpyienblut von Daniela Ohms

  1. Das Buch klingt sehr spannend und ich werde es wohl auf meine Leseliste setzen. Wird die Geschichte aus der Ego-Perspektive oder in der dritten Person erzählt? Ist der Lesefluss auch flüssig?

    Gefällt mir

    • Der Lesefluss ist sehr flüssig. Was die Erzählperspektive angeht, meine ich, dass hauptsächlich aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Ich mochte das Buch sehr – man sollte aber unbedingt beachten, dass es ein Jugendbuch ist 😉

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s