[Rezension] Der Sommer ohne Männer von Siri Hustvedt

Der Sommer ohne Männer

Titel: Der Sommer ohne Männer
Autor: Siri Hustvedt
Verlag: Rowohlt
Seiten: 304
Preis: 8,99 €

Was tut man, wenn die Welt plötzlich auseinanderbricht?

Die Dichterin und Poesie-Dozentin Mia sieht sich nach 30 Ehejahren plötzlich ohne Mann da stehen. Der Göttergatte verkündet ihr er brauche eine Pause. Dass diese „Pause“ ungefähr 20 Jahre jünger und seine Laborpartnerin ist, kommt für Mia völlig unerwartet.

Nach einem Nervenzusammenbruch, inklusive Klinikaufenthalt, kehrt Mia in ihre Heimatstadt zurück um die Scherben ihres Ichs wieder zu kitten. Ein Lyrikkurs für eine Gruppe heranwachsender Mädchen soll sie auf andere Gedanken bringen. Doch schnell entpuppt sich die Gruppe süßer Teenager als intriganter Hexenzirkel mit internen Machtkämpfen und Mobbing und erinnert die sensible Mia an ihre eigene nicht ganz so rosige Kindheit. Daneben führt sie viele Gespräche mit ihrer Mutter und deren Altenheimfreundinnen über die Welt und wie man mit ihr fertig wird.

Mia setzt sich mit sich und ihrem Leben auseinander und lernt viel über Ruhe und Gelassenheit. Sie kommt gestärkt aus der Krise hervor mit einem anderen Blick auf sich, ihr Leben und ihre Beziehungen.
Siri Hustvedt beschäftigt sich in ihrem Roman „Der Sommer ohne Männer“ mit einem bitteren, und doch allzu realen Thema auf eine sehr subjektive und sanfte Art und Weise. Sie bleibt mit ihrem Roman beim Einzelbeispiel und verfasst kein rachsüchtiges, polemisches Frauenmanifest, wie es bei diesem Thema denkbar wäre. Es geht hier nicht um Schuldzuweisungen, es geht um die Verarbeitung von Verlust und das langsame Wiedereinfinden ins Leben.

Der Sommer ohne Männer ist kein klischeebehafteter Frauenroman a la Cecilia Ahern, sondern vielmehr eine kleine philosophische Abhandlung über das Leben, die Liebe – und natürlich Männer. Siri Hustvedt entführt den Leser auf poetische, leichte und unterhaltsame Art in einen Sommer ohne Männer.

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