[Rezension] Das Buch ohne Namen von Anonymus

Das Buch ohne Namen

Titel: Das Buch ohne Namen
Autor: Anonymus
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 447
Preis: 8,99 Euro

Ein Buch, nach dessen Lektüre jeder stirbt, ein Stein, der die Welt in ewige Dunkelheit tauchen kann und ein gnadenloser Killer, der anscheinend alles und jeden erschießt, das nicht bei drei auf den Bäumen ist. In der kleinen Stadt Santa Mondega ist so einiges los. Wie aus heiterem Himmel tauchen in der Stadt zwei Mönche auf. Sie sind auf der Suche nach einem besonderen Stein, dem Auge des Mondes. Gleichzeitig treibt auch der Bourbon Kid wieder sein Unwesen, der bereits vor fünf Jahren ein Massaker angerichtet hat. Und plötzlich gibt es in Santa Mondega wieder zahlreiche Tote. Steckt wirklich der Bourbon Kid dahinter, wie es der Detektiv Archie Somers behauptet? Oder stirbt jeder, der das Auge des Mondes berührt hat, wie es der Barmann Sanchez vermutet? Und dann wäre da ja noch das mysteriöse Buch, das von einem anonymen Autor stammt und keinen Namen hat und der junge Dante Vittori, der mit seiner Freundin zusammen einen offensichtlich reichen Hotelgast bestiehlt. Und dann wäre da auch noch das Vampirproblem Santa Mondegas…

In „Das Buch ohne Namen“ gibt es einige Erzählstränge, die alle zu Beginn nicht viel miteinander zu tun zu haben scheinen. Fast parallel laufen die verschiedenen Geschichten nebeneinander her. Erst nach und nach wird eine Verbindung zwischen den einzelnen Personen und Erzählsträngen hergestellt. Bis zum Schluss bleibt der Leser sich im Unklaren darüber, wer denn hier jetzt eigentlich wen jagt und wer nun der „Böse“ ist. Und macht damit klar deutlich: Es gibt nicht nur schwarz und weiß. Denn fast alle der Personen in diesem Buch haben sprichwörtlich Dreck am Stecken. Gerade das macht dieses Buch aber so einzigartig. Alle Charaktere werden so beschrieben, dass der Leser sich schnell in sie hineinversetzen kann. Fühlt er in einem Moment mit einem der Protagonisten noch mit, zeigt dieser ein ganz anderes Gesicht und man ist versucht sein Urteil über die Person zu revidieren.

„Das Buch ohne Namen“ lebt von der Überraschung. Der Autor versteht es genau dann, wenn der Leser glaubt das Rätsel gelöst zu haben oder genau zu wissen, was als nächstes passiert, mit etwas völlig Unerwartetem daher zu kommen.

Erzählt wird diese ungewöhnliche Geschichte in einem eher gewöhnungswürdigem Sprachstil. Ein wenig erinnert er an die Filme von Quentin Tarantino. Vieles wird übertrieben dargestellt, besonders die Gewaltszenen – und davon gibt es in diesem Buch reichlich. So wird nicht nur einfach jemand erschossen, er wird geradezu zerfetzt von einer Kugel. Auch wenn diese Schreibweise zu Anfang noch etwas befremdlich zu sein scheint, so gewöhnt man sich schnell daran. Denn sie passt perfekt zur Geschichte.

Ein etwas anderer Thriller ist „Das Buch ohne Namen“ auf jeden Fall. Denn es wartet nicht nur mit einer sehr actiongeladenen Story auf, sondern vereint in sich sowohl Fantasy-Elemente als auch Aspekte, die schon fast als Horror-Trash bezeichnet werden können.

Man sollte aber auch beachten: Wer generell ungern actionüberladende Bücher liest oder wer es nicht mag zu lesen, wie jemandem das Herz herausgerissen wird, für den wird dieses Buch eher nichts sein.

Die Geschichte um den Bourbon Kid geht weiter:
Band 2: Das Buch ohne Staben
Band 3: Das Buch ohne Gnade
Band 4: Das Buch des Todes

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